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Über Nostalgie – oder Forward Ever Backward Never?!

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Für mich hat es mit dem Wiederentdecken der TV Serie ‚Friends‘ begonnen:

Da war dieses Gefühl in ein bekanntes, seltsam geordnetes und doch erfrischendes Früher zurück zu tauchen – ein aus der Zeit gefallenes Bild, in dem die Twin-Tower noch standen; vertraute late 90er 501-Bootcut-Jeans (heute gender-reversed zum Boyfriend Look weiterentwickelt), die dicken Lederjacken und Frisuren, die gerade wieder in sind.

Nostalgie ist ja meist mit dem Hautgout des Reaktionären, des Nicht-Zugelassenen belegt. Man könnte auch sagen, Nostalgie ist nicht cool. Man warnt vor ihr, genauso wie man vor der Melancholie warnt. In der Kultur und im Geschäft.

Und doch ist es gerade die Nostalgie-Kultur, die momentan erstaunlich erfolgreich Produkte verkauft. Casedropping beginnt mit dem Fanta-Rework (Markenzeichen Flasche) oder aber dem Wiederentdecken alter Gemüse auf Wochen- und Foodmärkten; Twix hieß auch mal kurz wieder Raider.

Aus studentischer Nostalgie war ich letzte Woche auf einem Vortrag: Matthias Horx sprach über Om-line. Ganz genau: ohne n. Und er sprach über die neue Welle der Re-Analogisierung (Selektives Social Media, Bambusfahrräder fahren, Angeln, Gärtnern, Wanda hören) und ja, auch über die Arbeit ging es.

Endlich brach hier jemand eine Lanze gegen das aggressiv-durchökonomisierte wording der digitalisierten Disruptions-Phantasie. Horx interessierte die Perspektive und Notwendigkeit des Wandels natürlich auch, aber er verstand es, den Schmerz, den die Geburt des Neuen mit sich bringt, empathisch aus Sicht der großen Masse zu verbalisieren.

It’s a brain thing: in unseren Köpfen sei kein Wandel ohne Qual-Vorstellung zu haben – besonders wenn CHANGE so ostentativ gefordert würde, dass Jedermann und jede Frau Angst vor ihm bekäme. Diese Angst jedoch, sei das Problem, das plötzlich eine mögliche Lösung einschränke, solange, bis ein Lösungshorizont vom Problemdenken vollkommen verdunkelt sei und man als paralysiertes Kaninchen vor der Schlange oder in Meetings sitze.

Hier kommt Horxens Aufforderung, aus der imaginierten Zukunft zurück auf das Problem im Hier und Jetzt zu blicken. Aus der Zukunft her zu fragen kann frei machen. Denn: „Wenn wir Probleme zu unserer Wirklichkeitskonstruktion machen, wenn wir uns von ihnen die Welt erklären lassen, dann werden sie uns erzählen, was wir NICHT können. Wir können dies nicht, wir können das nicht – unser Leben wird ein Behältnis für Abwesenheit und Versagen.“ Sagt David Niven in seinem Buch IT’S NOT ABOUT THE SHARK und mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Oder doch, eines noch: wenn Sie Ihre Organisation empathisch fit für den Wandel machen wollen, freuen wir uns mit Ihnen über unseren neuen Engagement-Ansatz zu sprechen. Heben und kanalisieren Sie das bereits vorhandene Wissen Ihrer Organisation und die Ideen Ihrer Mitarbeiter, um gemeinsam CHANGE anzustoßen. Wir beraten Sie gerne.



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